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Psychische Belastung einer Prostata Therapie und wie Sie sich stärken

Psychische Belastung

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Wird eine Erkrankung der Prostata diagnostiziert wie beispielsweise Prostatakrebs, kann dies tiefgreifende Auswirkungen auf die männliche Psyche haben. Dabei ist es unabhängig, in welchem Alter die Erkrankung auftritt. Das Leben wird auf den Kopf gestellt und es beginnt eine Zeit der Angst und möglicherweise auch der Depressionen. Prostatakrebs gehört mit 26 % zu den häufigsten Krebserkrankungen, die Männer bekommen können. Mehr als 60.000 Männer sind jährlich von dieser Diagnose betroffen.

Die Psyche leidet

Wenn Sie anfangen mit der Prostata Therapie werden Sie feststellen, dass es nicht nur um die körperliche Erkrankung geht. Zu den zahlreichen Behandlungen und Therapien kommen begleitend auch die seelischen Probleme hinzu. Allerdings ist gerade diese Diagnose für viele Männer sehr tiefgreifend und kann das gesamte Leben auf den Kopf stellen. Vor allen Dingen Angst ist ein Gefühl, was nun dominiert. Meist gehen die Gedanken über die Erkrankung selbst und deren Folgen hinaus. Viele Männer machen sich Sorgen über die finanzielle Situation oder haben Angst, ihren Job zu verlieren. Auch reagieren viele Männer mit einem Rückzug. Dadurch können Gefühle der Einsamkeit entstehen. Selbst wenn die Krankheit erfolgreich bekämpft wurde, bleibt häufig die Angst vor einem erneuten Rückfall. Dies führt zu einer deutlichen Einschränkung der Lebensqualität. In schlimmen fällen bildet sich dann eine Depression aus. Depressionen sind eine lang anhaltende psychische Belastung, die sich auch anhand körperlicher Symptome bemerkbar machen kann. Mit der Depression einher gehen häufig Selbstzweifel, Antriebslosigkeit und Gedanken der Hoffnungslosigkeit. Auch spüren viele eine tiefe innere Traurigkeit sowie körperliche Symptome wie Schlafstörungen, Schmerzen oder Schwindel. In Extremfällen können Suizidgedanken auftreten und sich der Wunsch nach dem Tod festigen. Spätestens dann ist es wichtig, sich Hilfe zu suchen.

Wie Sie aus dem Tief herauskommen

Ganz egal, ob sie sich am Anfang der Krise befinden oder schon einige Zeit vergangen ist und Sie spüren, dass ihre Gedanken sehr negativ sind und Sie unter einer psychischen Belastung leiden. Sie sollten sich Hilfe suchen. Wichtig ist, dass Sie sich vertrauensvoll an eine nahestehende Person wenden. Das können Personen aus der eigenen Familie sein, Freunde oder auch gute Arbeitskollegen. Wichtig ist, dass Sie jemanden finden, mit dem Sie über Ihre Gefühle sprechen können und der Ihnen Mut zuspricht. Darüber hinaus haben Sie aber auch die Möglichkeit, sich an Ihren Arzt zu wenden. Dies kann im ersten Schritt Ihr Hausarzt oder Ihr behandelnder Onkologe sein. Sie können sich aber auch Hilfe bei einem Therapeuten suchen und so Ihre Ängste und Sorgen professionell aufarbeiten.

Strategien

Weiter gibt es auch einige Strategien, die Ihnen dabei helfen, sich wieder besser zu fühlen. Dabei ist vieles Kopfsache. Daher sollten Sie sich aktiv mit ihrer Erkrankung auseinandersetzen und versuchen, die Situation zu akzeptieren. Werden Sie sich darüber klar, was genau Ihnen Angst und Sorgen bereitet und suchen Sie nach Lösungen. Viele Dinge, die nicht direkt Ihre Erkrankung betreffen, lassen sich schnell klären und lösen.
Erarbeiten Sie gezielt Lösungswege und einen Plan B für bestimmte Szenarien.

Entspannung

Sehr hilfreich können auch Entspannungstechniken sein. Im Rahmen der Erkrankung oder bei bestehenden Ängsten passiert es schnell, dass man in ein sogenanntes Gedankenkarussell gerät. Vor allem leiden viele Patienten unter Gedanken, die ständig im Kopf herum kreisen. Aus diesen Gedankenschleifen kommt man schlecht wieder heraus. Dies kann zu einem enormen Stress für den Körper und die Psyche führen. Entspannungstechniken helfen dabei, die Gedankenketten zu durchbrechen. Gute Methoden sind beispielsweise die progressive Muskelentspannung oder auch das Autogene Training. Auch Yoga ist sehr effektiv, um seinen Körper wieder in eine positive Stimmung zu versetzen. So können Sie sich sowohl körperlich als auch mental entspannen. Darüber hinaus sollten Sie sich viel Bewegung gönnen. Tägliche Spaziergänge an der frischen Luft helfen Ihnen dabei, wieder klarer zu denken und durchzuatmen. Auch Sport ist in dieser Zeit sehr wichtig, da hierdurch Stress abgebaut wird. Je nach Gesundheitszustand sollten Sie die Intensität Ihrer Sportart anpassen.

Sich etwas Gutes tun

Die Krankheitsphase ist eine Zeit, die für Sie sicherlich nicht durch viele positive Erlebnisse geprägt ist. Daher sollten Sie sich aktiv dafür entscheiden, sich etwas Gutes zu tun. Nehmen Sie sich beispielsweise mal eine Auszeit. Dabei ist es unerheblich, ob es sich nur um ein paar Stunden, einen Tag oder eine Woche handelt. Auch im Alltag können Sie sich Freiräume schaffen, in denen Sie sich etwas Gutes tun. Gönnen Sie sich ein erholsames Bad oder eine Massage. Auch Kurztrips ans Meer oder in die Berge sorgen dafür, aus dem Alltagstrott herauszukommen und neue, positive Sinneseindrücke zu gewinnen. So können Sie neue Kraft schöpfen, die Sie durch diese schwere Zeit bringt.
Es wird Ihnen auch helfen, neue Ziele zu stecken. Versuchen Sie weiterhin, zukunftsgerichtet zu denken und sich Ziele bewusst in der Zukunft zu stecken. Nehmen Sie sich auch Kleinigkeiten vor, die Sie direkt umsetzen können. Auch kleine Erfolgserlebnisse bringen neue Motivation und Zuversicht. Erleben Sie etwas Neues und machen Sie gute Erfahrungen.

Sich austauschen

Auch der Austausch mit anderen Betroffenen kann Ihnen dabei helfen, sich wieder besser zu fühlen und sich die Ängste von der Seele zu reden. Andere Patienten tragen vielfach die selben Ängste und Sorgen mit sich und bringen daher ein besonders großes Verständnis für Ihre Situation auf. Vielleicht haben sie auch besonders gute Lösungsvorschläge und Techniken für Sie, um mit der Situation umzugehen. Suchen Sie sich gezielt eine Selbsthilfegruppe. Auch das Internet bietet Plattformen, auf denen Sie sich, auf Wunsch auch anonym, austauschen können. Besuchen Sie diese Gruppe regelmäßig, so werden sie schnell ein neues Vertrauensverhältnis aufbauen und merken, wie viel Stärke und Zuversicht Sie aus diesen Sitzungen ziehen können.
Es hilft aber nicht nur, sich mit anderen Menschen auszutauschen und seine Gedanken und Gefühle auszusprechen. Versuchen Sie einmal, ihre Sorgen und Ängste niederzuschreiben. Beginnen Sie damit, Tagebuch zu führen. Sie können auch Briefe schreiben, die Sie aber nicht abschicken. Die Gedanken zu Papier zu bringen, hilft Ihnen dabei, sich damit aktiv auseinanderzusetzen und sie aus dem Kopf zu bekommen. So können Sie auch genau erkennen, welche Dinge Sie am meisten beschäftigen und im Anschluss direkt an diesem Punkt ansetzen.

Die Ernährung

Ein weiterer wichtiger Baustein zur Stärkung und Aufrechterhaltung Ihrer Gesundheit ist auch eine gesunde Ernährungsweise. Sie sollten dazu übergehen, sich möglichst ausgewogen und mit vielen frischen Lebensmitteln zu ernähren. Vor allen Dingen Obst und Gemüse sollte ganz oben auf Ihrem Speiseplan stehen. Vollwertige Lebensmittel und mageres Fleisch sowie Fisch ergänzen Ihren Speiseplan. Gestalten Sie Ihre Ernährungsweise abwechslungsreich und unterstützen Sie ihren Körper in der Abwehr der Krebszellen, indem Sie auch auf antioxidative Lebensmittel wie Beeren zurückgreifen. Versuchen Sie, möglichst wenig Zucker zu sich zu nehmen und auch auf Alkohol weitesgehend zu verzichten. Darüber hinaus sollten Sie auch andere gesundheitsschädliche Stoffe vermeiden. Daher sollten Sie mit dem Rauchen aufhören. Es ist wichtig, dass Ihr Immunsystem gestärkt wird. Zudem sollten Sie darauf achten, ausreichend zu trinken. Vor allen Dingen stilles Wasser und Kräutertees sind wichtig für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr.
Frische Luft ist überdies wichtig, um Ihren Körper ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen. Sie sollten sich daher möglichst viel an der frischen Luft aufhalten. Achten Sie darauf, dass Sie auch zu Hause Ihre Wohnräume regelmäßig lüften.

Der Schlaf

Nicht zuletzt ist auch Schlaf ein ganz entscheidender Faktor, der ihr Wohlbefinden maßgeblich beeinflusst. Achten Sie deshalb darauf, dass Sie sich ausreichend Schlaf gönnen. Unterstützen Sie ihre Schlafqualität, in dem sie feste Schlafenszeiten angewöhnen. Achten Sie darauf, dass Ihr Schlafraum eine angenehme Temperatur hat und Sie sich in einer ruhigen, angenehmen Atmosphäre befinden. Vermeiden Sie zu viele Reize durch Elektrogeräte, Lichtquellen oder Geräusche. Ihr Körper benötigt die Nachtruhe, um sich zu regenerieren. Somit unterstützen Sie aktiv ihren Heilungsprozess.

 

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