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Wirtschaftsinformatik Studium Voraussetzungen & Herausforderungen

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Ob es wichtig ist im Leben ein Studium zu absolvieren oder nicht, das ist häufig eine Frage, wegen der man sich auf Partys die Münder heiß reden kann. Denn für viele Studienzweige gibt es eine sehr ähnliche Ausbildung als Alternative. Wir möchten uns daher gar nicht zu sehr in die Thematik vertiefen. Es hat sich nämlich gezeigt, dass es in vielen Bereichen der Wirtschaft nicht darauf ankommt, ob man an einer Universität oder einer Fachhochschule studiert hat. Auch nicht auf die Frage, ob man ein Studium mit Bachelor of Science vorweisen kann oder eine einschlägige Ausbildung. Wer gute Leistung erbringt, der kann immer Karriere machen. Doch die Probleme beginnen immer dann, wenn jemand die Firma wechselt oder wenn ein Unternehmen pleite geht. In den Bewerbungen macht es eben doch einen Unterschied, ob jemand einen akademischen Titel vorzuweisen hat oder nicht.

Heute befassen wir uns mit genau dieser Thematik und beleuchten einen der wohl vielversprechendsten Studienzweige, den es heute gibt. Wir sehen uns an, warum ein Wirtschaftsinformatik Studium mit einem Bachelor of Science eine deutlich bessere Alternative ist zur Ausbildung. Wir zeigen, welche Voraussetzungen gelten und welche Perspektiven vorhanden sind.

Wirtschaftsinformatik Studium vs. Ausbildung

Der Vorzug eines Studiums in Wirtschaftsinformatik ist, dass dies einer der wenigen Fachrichtungen ist, für den es keine ähnliche Ausbildung gibt. Bei Informatik gibt es den Fachinformatiker:in. Bei Wirtschaftswissenschaften gibt es den Industriekaufmann bzw. Industriekauffrau, der dieser Ausrichtung sehr nahe kommt. Dort lohnt es sich ernsthaft darüber nachzudenken, ob es besser ist zu studieren oder sich lieber in einem Betrieb ausbilden zu lassen. Für das Wirtschaftsinformatik Studium gibt es ein solches Äquivalent momentan noch nicht so wirklich.

So gesehen haben Sie mit diesem Studium einen großen Vorteil gegenüber denen, die nur Informatik oder nur Wirtschaft gelernt haben. Sie vereinen wichtige Grundkompetenzen beider Disziplinen. Damit heben Sie sich auf jeden Fall positiv von der Menge ab.

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Bachelor of Science in Wirtschaftsinformatik – Uni vs. FH

Seitdem in Deutschland das Diplom abgeschafft und durch den Bachelor of Science ersetzt wurde, scheint es keinen wirklichen Unterschied mehr zu machen, ob man an Universität oder Fachhochschule seinen Abschluss macht. Uni ist Uni – oder? Doch den Unterschied gibt es immer noch. Man kennzeichnet die Unterscheidung immer durch den Zusatz: „angewandt“. Die Universität ist wie immer. Die FH heißt jetzt Universität der angewandten Wissenschaften. An ersterer studiert man Informatik, an der anderen angewandte Informatik. Was ist der Unterschied?

An der Uni für Informatik oder Wirtschaftsinformatik ist es das Ziel des Studiums die Absolventen in die Lage zu versetzten Forschungsarbeit zu leisten. Das heißt, es wird in allen Fächern Wert darauf gelegt alle Sachverhalte mathematisch oder stochastisch nachweisen zu können. Bei der angewandten Informatik ist dies nicht der Fall. Dort ist es das Ziel zu studieren und dann mit IT-Systemen aller Art umgehen zu können. Forschung und die Gewinnung wissenschaftlicher Erkenntnisse ist Nebensache.

In Summe sollte man sich die Frage stellen, was wichtiger ist. Für all jene, die im Studium nichts mit Forschung am Hut haben wollen, für die empfiehlt sich die FH. Für alle jene, die gerne irgendwann promovieren möchten, für sie ist die Uni das Ziel.

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Voraussetzungen für das Studium der Wirtschaftsinformatik

Je nach dem, an welcher Art Hochschule Sie Ihr Studium absolvieren möchten, benötigen Sie etwas andere Voraussetzungen. Wir zeigen welche:

Studium an der Universität

In diese Einrichtung können Sie gelangen, wenn Sie eine allgemeine Hochschulreife vorweisen. Es handelt sich dabei um das klassische Abitur. Neuerdings hat der Studienzweig vermehrt Zulauf erhalten. Dennoch gibt es oft überhaupt keinen Numerus Clausus. Meist ist dieser nur in den ganz großen Metropolen notwendig. Viele möchten nun einmal in  tollen Städten wie Hannover, Frankfurt, Berlin oder München usw. studieren. Aber ansonsten sollte es kein Problem sein einen Platz zu ergattern.

An einigen Hochschulen gibt es Eignungstests. Manche möchten zudem, dass ein Vorpraktikum abgeleistet wird. Hier haben die verschiedenen Institutionen ihre eigenen Regeln. Bildung ist bekanntermaßen Sache der Bundesländer. Was für Bayern oder Hessen gilt, das muss in Baden-Württemberg nicht gleich sein.

Fachhochschule

Fachhochschulen bieten ebenfalls zahlreiche Plätze an und haben die Mischung aus Wirtschaft und Informatik in ihrem Portfolio. Für einen Zugang hier benötigen Sie entweder das Abitur oder eine fachgebundene Hochschulreife. Wobei, neuerdings ist es sogar möglich ohne diese zu studieren. Hierfür müssen Sie eine einschlägige Ausbildung und einige Jahre Berufserfahrung vorweisen. Meist sind es um die zwei oder drei Jahre. Oder, um es vollständig zu haben, auch ohne Ausbildung. Aber dann mit fünf Jahren einschlägiger Berufserfahrung.

Duales Studium

Ein duales Studium ist eine Mischung aus Studium und Ausbildung. Hier unterschreiben die Studenten einen Vertrag mit einem Unternehmen. Wie in der Berufsausbildung, wechseln diese dann zwischen Arbeit und Hörsaal hin und her. Am Ende erhalten auch duale Studenten den Titel als Bachelor of Science. Es gibt in Deutschland nur eine Reihe von Hochschulen, die sich auf dieses Konzept spezialisiert haben. Das heißt, es wird schwieriger einen lokalen Anbieter für das duale Studium zu finden. Aber dann hilft das Fernstudium weiter.

Eine Besonderheit gibt es noch. Manche Unternehmen gestalten ihr Programm so, dass die Teilnehmer nicht nur an den Vorlesungen teilnehmen. Nebenbei werden sie auch noch auf den Abschluss als Fachinformatiker vorbereitet. Sie legen dafür sogar die Prüfung bei der IHK ab. Das heißt, nach ungefähr 3-4 Jahren hat man zwei Titel in der Tasche. Den Master of Science und die Ausbildung.

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Welche Voraussetzungen bringt dieser Studienzweig mit sich?

Es gibt Menschen, die begeistern sich seit ihrer Jugend für Computer, Programmierung und alles, was mit IT Infrastruktur zu tun hat. Mit einem solch ausgeprägtem Interesse am Thema liegen Sie klar im Vorteil. Informatik und verwandte Studiengänge sind in der Regel nichts, das man als Notlösung aussucht. Nur, weil man gerade nichts besseres finden konnte zu dem Zeitpunkt.

Dieser Studiengang stellt immense Anforderungen an Intelligenz und Logik. Höhere Mathematik und Verständnis für Elektrotechnik sind die Basis. Denn es geht nicht immer nur um Software, sondern auch die Hardware sollte verstanden werden. Kaum ein anderes Gebiet ist dermaßen anspruchsvoll.

Natürlich könnte man jetzt meinen, dass in Wirtschaftsinformatik nicht ganz so tief in der Materie gebohrt wird. Immerhin ist es ja ein Mischstudium. Doch das täuscht. Der BWL-Anteil beschränkt sich auf eine überschaubare Größe. Dort lernen Sie wirtschaftlich zu denken und die Zusammenhänge betrieblicher Aktivität zu verstehen. Doch der Schwerpunkt liegt auch hier auf dem Thema Technik, Software und Infrastruktur usw.

Wie sind die Perspektiven?

Momentan ist davon auszugehen, dass Sie mit einem Bachelor of Science das goldene Los gezogen haben. Fachkräfte für IT sind eine Rarität in der Wirtschaft. Die Firmen rennen den Bewerbern hinterher. Sie können in Gehaltsverhandlungen davon ausgehen, dass Sie weit über dem verdienen werden, was der Durchschnitt der Gesellschaft erhält. Tatsächlich hat sich der Lohn für diese Experten schon seit einigen Jahren von denen des restlichen Marktes abgekoppelt. Selbst Ingenieure sind nicht so gut bedient, wie die Experten für IT. Das heißt, es wird sich auf jeden Fall immens für Sie lohnen, wenn Sie hier Ihre Laufbahn einschlagen.

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